Yohannes Berhane setzt sich für die Integration von Migranten-Vätern ein.

 

«Mein Vater ist für mich ein Vorbild», sagt der aus Eritrea stammende Yohannes Berhane und kramt aus seiner Agenda ein altes Schwarz-Weiss-Foto hervor. Darauf sieht man ihn als Kind, wie er stolz auf einem Gruppenbild der Fussballmannschaft seines Vaters posiert. Mit diesen Worten hat der 46-Jährige schon manches Schweigen gebrochen und Männer, die sonst nicht so gerne über ihre Rolle als Vater reden, zum Diskutieren gebracht.

Seit 20 Jahren lebt Berhane mit seiner Frau in der Schweiz – sie haben eine 12-jährige Tochter und einen 14-jährigen Sohn. Seit 10 Jahren wirkt Berhane in Bern als Vermittler zwischen der schweizerischen und der eritreischen Kultur. Dabei setzt er sich vor allem für Väter mit Migrationshintergrund ein. Mit seinem Engagement trifft er das Kernthema des vierten Schweizer Vätertags, der morgen stattfindet. Dieser steht im Zeichen von «Vater-Sein in einer multikulturellen Schweiz» (siehe Kasten). Rund um den Vätertag finden transkulturelle Diskussionsrunden statt. Auch Berhane wird Väterrunden moderieren. «Väter werden etwas vernachlässigt», sagt er. Zudem sei es für die Integration wichtig, dass es den Vätertag gebe.

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